1.10.3 Maschinendatenberechnung
Zapfen mit Blättern berechnen
Im Dialog → → ist die Option hinzugefügt worden. Hierbei werden Zapfen ab einer einzustellenden Länge nicht als Zapfenbearbeitung, sondern mithilfe von Blättern berechnet. Dadurch kann eine bessere Fertigungsstrategie angesteuert werden. Der Zapfen muss mit einer eckigen Form und ohne Housing ausgebildet sein.
unter
1 Für diesen beidseitig abgesteckten eckigen Zapfen mit 80 mm Länge werden die Maschinendaten mit der neuen Option berechnet.
2 Es werden vier Blätter berechnet.
3 Zur Verdeutlichung des Ergebnisses werden im Einzelstab das Originalbauteil und der Rohling mit den berechneten Blättern mithilfe der Tastenkombination Strg + T überlagert.

Tipp
Mit dieser Option können einfache Zapfen auf einer zusätzlich mit Fräser ausgestatteten Kappanlage (z.B. Stromab, Tiger Stop) gefertigt werden.
Konturbearbeitungen
Konturtaschen mit Inseln
Konturtaschen mit Inseln werden in Version 2025 automatisch berechnet.
Dieses Beispiel besteht aus einer großen Konturtasche mit den Buchstaben jeweils als Inseln. Zusätzlich befinden sich in den Buchstaben e und b sowie in der Zahl 0 kleine Konturtaschen, die ebenfalls mit dem Werkzeug geräumt werden müssen.

Startpunkt bestimmen
Für die automatische Berechnung geschlossener Konturen können verschiedene Lagen des Startpunktes vorgegeben werden. Mit dieser Einstellung kann bereits im cadwork Einfluss auf die Bearbeitungsstrategie genommen werden.

Der Startpunkt der Innenkontur soll in der Mitte eines möglichst langen Kontursegmentes in der Nähe der Bezugskante der Referenzseite (hier die blaue Kante der Referenzseite 3 in Längsrichtung) liegen.

Die Option
steht für die , die , die , die , sowie den und den zur Verfügung.Konturlinien segmentieren
Enthält die zu analysierende Geometrie gekrümmte Flächen, werden die Bearbeitungen in der Regel als Konturbearbeitungen mit Konturzügen bestehend aus Kreisbögen und Geraden berechnet. Oft entstehen in der Konstruktion durch Freiformen oder Verschneidungen mit runden Bauteilen unter einem Winkel jedoch Ellipsen oder Splines. Diese müssen für die Maschinenausgabe mit Hilfe von Bögen und Geraden angenähert werden. Bisher konnte die Genauigkeit, mit der die Konturlinien segmentiert werden sollen, nur bei der automatischen Maschinendatenberechnung von Fünfachskonturen oder während der manuellen Definition von Konturbearbeitungen beeinflusst werden.
In Version 2025 können Sie für jede Konturart separat eine Genauigkeit für die Segmentierung angeben. Die Einstellungen finden Sie unter → → .
Konfiguration Maschine → Optionen… → Konturlinien segmentieren
1 Im oberen Bereich legen Sie eine Default-Einstellung für alle Konturbearbeitungen fest.
2 Im unteren Bereich können Sie für jede Konturart getrennt unterschiedliche Einstellungen vornehmen.
3 Grundsätzlich können Sie Konturlinien oder lassen. Mit Kreisbögen kann eine bessere Annäherung bei gleichzeitig weniger Kontursegmenten erreicht werden. Jedoch können Kreissegmente unter Umständen bei einem weiterverarbeitenden CAM-System zu Problemen führen.
4 Für die zugelassene stellen Sie als Wert eine maximal erlaubte Segmenthöhe ein, der größte Abstand eines Kontursegmentes zu der realen Kurve in diesem Bereich. Hier sind maximal 1 mm Abweichung voreingestellt, die in Kombination mit Kreisbögen in der Regel gut erreichbar sind, ohne zu kleine Segmentlängen zu erhalten.
5 Der steuert, wie stark Knicke zwischen zwei aufeinanderfolgenden Kontursegmenten sein dürfen. Hier sind 5 Grad voreingestellt.
Je nach Bauteilgeometrie kann eine "sehr feine" Einstellung zu vielen kurzen Kontursegmenten und einer langen Bearbeitungszeit führen, während eine "zu grobe" Einstellung die Form nicht genügend wiedergibt.
Fünfachskontur
Bei einer Fünfachskontur wird die Bearbeitung mit einer oberen und einer unteren Konturlinie beschrieben, die Segment für Segment verbunden werden. Das Werkzeug wird entlang der oberen Kontursegmente fahren und dabei die Werkzeugspitze an den unteren Kontursegmenten ausrichten. Sind oberes und unteres Segment unterschiedlich lang oder versetzt, muss das Werkzeug während der Bearbeitung die Neigung ändern oder fräst in einem ungünstigen Winkel zum Werkstück. Um dieses zu vermeiden, müssen die obere und untere Konturlinie in der Länge angepasst werden. Hierfür steht in Version 2025 eine neue Option unter → → zur Verfügung.

1 Wählen Sie , wird je nach Geometrie die obere oder untere Kante am Ende verlängert.
2 Wählen Sie , wird zunächst eine möglichst gleichmäßige Segmentierung berechnet und die Fläche am Ende gestreckt.
Je nach Geometrie kann die eine oder die andere Option zu besseren Ergebnissen führen.

1 Die Fünfachskonturen an dem Sparren einer Fledermausgaube sind ohne die Option berechnet worden. Besonders in der Draufsicht ist zu erkennen, dass die Verbindungslinien der Kontursegmente zu den Bauteilenden hin schräger und dadurch länger werden.
2 Die Fünfachskonturen an dem Sparren sind mit der Option berechnet worden. Die Verbindungslinien sind gleichmäßig über das gesamte Bauteil. Die kürzere Konturlinie ist für die Berechnung an den Bauteilenden verlängert worden.
3 Die Fünfachskonturen sind mit der Option berechnet worden. Das Ergebnis ist ähnlich gleichmäßig. Die beiden äußersten Kontursegmente sind am Ende der Berechnung mit dem gleichen Winkel vervollständigt worden.