1.10.4 Elementfertigung
Composite Manager
Zur Kontrolle der Ergebnisse der Berechnung in der Elementfertigung muss nicht mehr zwingend der Composite Manager verwendet werden. Optional kann dieser im Menü → → dauerhaft aus- oder eingeschaltet werden.

Beim Einstieg in die Elementkontrolle einer Elementfertigungs-Maschine wird immer das gesamte Element-mit allen untergeordneten Einzelbauteilen sowie den Bearbeitungen der untergeordneten Schichten eingeblendet. Das gleiche Einstiegsverhalten zeigt sich auch beim Durchblättern der Elemente mit mittlerer Maustaste
, Bild Auf und Bild Ab oder über die Pfeile oben im rechten Menü. In dieser Darstellung können Sie Bearbeitungen anklicken und deren Info anzeigen lassen.
Tipp
Kontrollieren Sie die Bearbeitungen aus der Elementfertigung direkt in der Elementkontrolle mithilfe des Composite Managers und wählen Sie hierfür eine transparente Darstellung.
Befestigungen
Nageln, Schrauben, Klammern
In Version 2025 kann in den → auf der Seite die Befestigungsart ausgewählt werden. Hierbei ist die Wahl zwischen , und möglich. Der Name der Dialogseiten 1 ändert sich je nach ausgewählter Befestigungsart. Bezeichnungen, die "Nagel" enthalten (z.B. Nagelabstand), sind in dem Dialog durch "Befestigung" ersetzt worden (z.B. Befestigungsabstand) 2.



Zudem kann die Breite bzw. der Durchmesser des Befestigungsmittels und wie bisher dessen Länge angegeben werden 3. Für besteht wie bisher die Möglichkeit den Winkel 4 zwischen Klammer und der Befestigungsrichtung für Befestigungen in der Plattenmitte bzw. am Plattenrand festzulegen.
In der Elementfertigungsanalyse wird die Länge des Befestigungsmittels in der Sperrflächenanalyse berücksichtigt, d.h. es werden nur diejenigen Sperrflächen in höherliegende Schichten übertragen, die von dem Befestigungsmittel dieser Schicht auch erreicht werden. Die Breite und gegebenenfalls der Klammerwinkel werden verwendet, um ein direktes Aufeinandertreffen von Anfangs- und Endpunkten der Befestigungsreihen zu verhindern. Außerdem definieren die Abmessungen den Mindestabstand, der zwischen zwei parallelen Befestigungsreihen eingehalten werden muss. Kollisionen von Befestigungsmitteln innerhalb einer Befestigungsreihe werden hierbei nicht berücksichtigt und müssen durch eine visuelle Kontrolle der erzeugten Bearbeitungen in der Elementkontrolle geprüft werden.
Visualisierung in der Elementkontrolle
In der Elementkontrolle wurde bisher eine Befestigungsreihe mit einem Punkt zur exemplarischen Darstellung des Befestigungsabstandes gezeigt. In Version 2025 wird jeder Befestigungspunkt einzeln unter Berücksichtigung der in den Elementanalyse Einstellungen angegebenen Parameter des Befestigungsmittels (Länge, Breite/Durchmesser, Winkel) visualisiert. Diese detaillierte Darstellung der Nägel 1 Klammern 2 und Schrauben 3 ermöglicht eine visuelle Kontrolle der einzelnen Befestigungen in der Elementkontrolle. Durch die nachträgliche Anpassung des Befestigungsabstands oder durch Verschieben der betroffenen Befestigungsreihe können Kollisionen der Befestigungsmittel auf der Maschine vermieden werden.

Befestigungen aus Installation rechteckig
Für manuell definierte Befestigungsreihen, die mit Hilfe der
im Werkzeugdialog als Nagelreihe, Schraubenreihe oder Klammerreihe definiert werden, wird mit Version 2025 die Tiefe und die Breite der Installation als Länge bzw. Breite/Durchmesser des Befestigungsmittels bei der Analyse entsprechend den Einstellungsmöglichkeiten in den auf der Seite , oder berücksichtigt.Befestigungsreihen auflösen
Für manuelle Befestigungsreihen, die mit Hilfe der 1 zur Verfügung. Ist der Wert 1 für diese Option gesetzt, wird die Befestigungsreihe zu einzelnen Befestigungspunkten aufgelöst.
im Dialog mit dem , oder definiert werden, steht mit Version 2025 unter das Attribut

In diesem Beispiel werden zwei Schraubenreihen jeweils mithilfe einer Installation rechteckig berechnet. Die Länge und Breite der Schrauben entsprechen den Dimensionen der Installationen. Die Installation 1 verwendet das Werkzeug "Schraubenreihe aufgelöst" und erzeugt somit einzelne Schraubenpunkte, während die Installation 2 die Option nicht gesetzt hat und als zusammenhängende Schraubenreihe erkannt wird.
Befestigungsreihen zusammenfassen
Durch komplexe Plattenumrisse z.B. mit kleinen Ausschnitten oder Ausblattungen in Riegelwerkselementen, werden die einzelne Befestigungsreihen in mehrere, kürzere Reihen aufgeteilt, damit die Randbefestigung korrekt erfolgen kann. Dies kann zu längeren Bearbeitungszeiten auf der Maschine führen. Das Zusammenfassen von Befestigungsreihen ist bereits im Dialog → möglich, jedoch wurden Befestigungsreihen, die quer zur Befestigungsrichtung versetzt verlaufen, bisher nicht zusammengefasst. In Version 2025 wurde die Analyse der Befestigungen optimiert, sodass mehr Befestigungsreihen zu einer Reihe zusammengefasst werden können. Mit der neuen Option ist es zudem möglich, einen Wert anzugeben, bis zu dem Befestigungsreihen, die zu einer Platte und einem Riegelwerkselement gehören, auch zusammengefasst werden, wenn sie nicht exakt auf einer Linie liegen.

1 Durch die Ausblattung im Rähm wird die Randnagelung unterbrochen, eine Nagelreihe ist versetzt.
2 Bei einem eingetragenen Abstand von 10 mm werden die drei Nagelreihen zu einer zusammengefasst.

Riegelwerkbefestigung
Diese neue Option ermöglicht es, Riegelwerkselemente an anderen Riegelwerkselementen zu befestigen.
Die Einstellung finden Sie unter → → → . Hierbei ist zu berücksichtigen, dass für die Befestigung von zwei Elementen auch Einstellungen für zwei Befestigungsattribute vorgenommen werden müssen. Für Elemente, die die Befestigung erhalten, das heißt an anderen Elementen befestigt werden sollen, muss hier die Option gesetzt werden.

Für die Elemente, an denen dieses Element befestigt werden soll, ist dementsprechend die Option
zu wählen. Durch die folgenden Optionen , und wird die gewünschte Anzahl der Befestigungspunkte auf der Kontaktfläche der beiden Elemente sowie der Abstand der Befestigungspunkte definiert, der nicht unterschritten werden darf. Wenn der angegebene Abstand der Punkte auf der Kontaktfläche unterschritten würde, wird die Anzahl der Befestigungspunkte reduziert, bis diese Abstandsbedingung erfüllt ist. Eine zusätzliche Bedingung hierbei ist der Abstand der Befestigungslinie zur Bauteilkante am Anfang (Vorne) und am Ende (Hinten). Die Befestigungslinie verläuft immer in Richtung der Höhenachse des Kontaktbauteils und wird in der Mitte der Kontaktfläche der beiden Elemente platziert.
Die ermittelten Bearbeitungen werden in der Strukturschicht erzeugt und beim Export an die Maschinenschnittstelle übergeben, wenn diese eine Riegelwerkbefestigung unterstützt.
In diesem Beispiel sind als Befestigungsmittel Schrauben verwendet worden mit den oben angegebenen Einstellungen für die Riegelwerkbefestigung. Die Rähme ( ) werden an den Stirnseiten der Stiele ( ) jeweils mit drei Schrauben befestigt. Der Stiel rechts hat eine geringere Höhe und erhält daher nur zwei Schrauben.

Bei dem zweiten Beispiel sind zusätzlich die Rähme als
, und die Stiele als , angegeben. Daher gibt es weitere Schrauben von den Stielen in das untere Rähm.
Nagelabstand modifizieren
Mit dem Shortcut E
steht eine neue Option D zur Verfügung. Nach dem Drücken der Taste werden die zu modifizierenden Nagelreihen mit der Maus selektiert. Alternativ können die Nagelreihen vorab mit dem Lasso selektiert werden. Anschließend wird der neue Nagelabstand abgefragt. So lässt sich nachträglich der Nagel- /Schrauben-/ Klammer- Abstand ändern.
Bohrungen zusammenfassen
In der Elementfertigung werden Bohrungen, die aus einem Bolzen oder einer VBA erzeugt werden und durch mehrere Schichten verlaufen, bisher immer zu einer Bohrung zusammengefasst, wenn sie den gleichen Durchmesser haben und mit dem gleichen Werkzeug ausgeführt werden sollen. Wenn Bohrungen getrennt in jeder Schicht erzeugt werden sollen, kann dies dadurch erreicht werden, dass je Schicht ein separater Bolzen bzw. eine VBA konstruiert werden. Bei auskonstruierten Bohrungen oder Bohrungen, die von einer Installation rund erzeugt werden, ist dieses Vorgehen nicht möglich, sodass diese Bohrungen immer zu einer Bearbeitung zusammengefasst werden, wenn die Bedingungen hierfür erfüllt sind.
Mit der neuen Option in den → → kann entschieden werden, ob Bohrungen, wenn möglich, zusammengefasst oder ob sie in jeder Schicht einzeln erkannt werden sollen. Standardmäßig ist diese Option gesetzt, sodass keine Verhaltensänderungen zu älteren cadwork Versionen auftreten.

In diesem Element werden in zwei Schichten sowie in der Tragschicht Bohrungen erzeugt, aus 1 auskonstruierte Bohrungen, 2 einer Installation rund und 3 einem Bolzen.

Bei eingeschalteter Option werden insgesamt drei Bohrungen in der äußersten Schicht berechnet, die bis in die Tragschicht reichen.

Bei ausgeschalteter Option werden in jeder der drei Schichten jeweils drei Bohrungen berechnet, die nur eine Schicht durchdringen.

Sperrflächen
Bisher wurden Bohrungen aus Bolzen, VBAs und Installationen, die nur in Einzelbauteilen erzeugt werden sollen, in der Elementfertigungsanalyse nicht berücksichtigt, sodass keine Sperrflächen für diese Bohrungen erzeugt und die Befestigungsreihen nicht unterbrochen wurden. In Version 2025 werden für diese Bohrungen in der Elementfertigungsanalyse Sperrflächen für Befestigungen in diesen Bereichen erzeugt.
Das Verbindungsmittel im folgenden Beispiel liegt ausschließlich im Riegelwerk.

Die OSB-Platten der Bundseitenschicht 1 werden mit Klammern befestigt. Die in Version 2025 erzeugte Sperrfläche 1 unterbricht die Klammerreihe 2 und verhindert eine Kollision. Die Gipsfaser-Platten der Bundseitenschicht 2 werden mit 30 mm langen Nägeln in den OSB-Platten befestigt und kollidieren nicht mit dem Riegelwerk, so dass in dieser Schicht keine Sperrfläche berechnet wird und die Nagelreihe 3 durchläuft.

Export Weinmann
Berechnungskonfiguration
Bisher konnte in den → eingestellt werden, ob Blätter, Beschriftungen oder Abschnitte an Riegelwerkselementen erkannt werden sollen.

Diese Einstellungen galten nicht für die BTL-Wand Exporte, hier wurden Bearbeitungen an Einzelbauteilen entsprechend den Einstellungen im Berechnungskonfigurationsdialog erkannt. Um die Analyse von Bearbeitungen an Einzelbauteilen für die Elementfertigung zu vereinheitlichen, wird die Erkennung der Bearbeitungen an Riegelwerkselementen nun für alle Exporte der Elementfertigung analog zum BTL-Wand Export über den Berechnungskonfigurationsdialog gesteuert.

Anders als beim BTL-Wand Export werden hier nur Riegelwerkselemente berücksichtigt und können in Abhängigkeit von den Möglichkeiten der jeweiligen Schnittstelle exportiert werden.
Achtung!
Wenn Bearbeitungen an Einzelbauteilen erkannt werden sollen, ist es notwendig, für diese Elemente Positionsnummern zu vergeben.
Montagegruppen (Schreiner/Tischler)
Ausschließlich für den
gibt es in Version 2025 die Möglichkeit, Bearbeitungen an zusammengefügten Bauteilen – wie z.B. Türen und Fenster – zu erzeugen. Hierfür werden die Einzelteile über den Einzelstab Manager zu einer Montagegruppe zusammengefügt. Sobald im Einzelstab Manager mehr als ein Bauteil selektiert ist, steht im Kontextmenü die Option zur Verfügung.
Aus den selektierten Bauteilen wird ein verschweißtes Element erzeugt, das im Einzelstab Manager mit einer Produktionslistennummer > 500.000 erscheint.

Mit diesem Element können im Einzelstab Bearbeitungen berechnet oder manuell definiert werden. In beiden Fällen werden bereits bestehende Bearbeitungen in den untergeordneten Bauteilen, die dadurch überflüssig werden, auf Nachfrage gelöscht.

Außerdem öffnet sich der Composite-Dialog, in dem die Beziehungen der Einzelbauteile zu ihrer Montagegruppe dargestellt sind und die Bearbeitungen der Einzelbauteile mit eingeblendet werden können. Bearbeitungen können auch per drag & drop von den Einzelteilen in die Montagegruppe oder umgekehrt verschoben werden.

Das Montagegruppenelement kann modifiziert werden, um beispielsweise Attribute wie Name, Baugruppe, Produktionslistennummer etc. zu ändern oder um die lokalen Achsen anzupassen. Dazu wurde im Kontextmenü innerhalb des Einzelstab-Managers der Eintrag
ergänzt. Mit einem Klick auf ein (oder mehrere) Montagegruppenelement(e) und anschließender Auswahl des Punktes öffnet sich das bekannte Modifizieren-Menü.
